
In Nikkaluokta endet tatsächlich die Straße und die Wanderung zum Kebnekaise beginnt. Hier ist richtig was los und man trifft Menschen aus der ganzen Welt.

Die Anfahrt
Nach Nikkaluokta führt von Kiruna aus genau eine Straße, diese endet dann auch in Nikkalukota. Man fährt durch eine sehr schöne Landschaft und kommt den höchsten Bergen von Schweden immer näher. Kiruna ist rund 70 Kilometer entfernt aber die Fahrt ist wirklich problemlos.
Es gibt sogar eine regelmäßige Busverbindung von Kiruna nach Nikkaluokta und zurück.

Nikkalukota
Nikkaluokta ist kein Ort. Es handelt sich um eine Fjällstation, d.h. es ist eine Bergstation wie in den Alpen mit einem Restaurant, man kann sich eine Hütte mieten, auf dem Wohnmobilstellplatz stellen oder auch im Zelt übernachten.

In der Fjällstation gibt es einen kleinen Shop, hier bekommt man viele nützliche Dinge für die Wanderung. Einer der Artikel, der am meisten gekauft wird, sind Flip Flops. Kein Wunder, denn von hier aus starten die Wanderungen zum Kebnekaise und zurück. Viele sind nach der Wanderung froh, wenn sie dann die Stiefel ausziehen können.
Ansonsten gibt es noch die Hubschrauberstation, eine Kapelle und viele Stugas.
Die Kapelle
In der Nähe der Fjällstation steht auch auf einem Hügel die kleine Kapelle.

Sie wurde 1942 errichtet und ist bei Besuchern, Wanderern, aber auch bei den Menschen der Region sehr beliebt. Hier finden Taufen und auch Hochzeiten statt.
Die Kapelle ist typisch für die Region, fügt sich sehr schön in die Landschaft ein und man hat von hier aus einen tollen Ausblick über die Gegend. Alleine deswegen lohnt sich ein Besuch.

Der Kebnekaise
Schwedens höchster Berg ist von Nikkaluokta sehr gut erreichbar. Die Basisstation ist rund 19 Kilometer entfernt und von da aus kann man auf den Gipfel wandern. Für die gesamte Tour muss man mindestens drei Tage einplanen.

Das machen auch sehr viele Schweden, auf dem großen Parkplatz ist ein ständiges Kommen und Gehen. Die Busse sind auch immer richtig voll.
Wir haben nur den ersten Teil der Wanderung gemacht und sind nicht auf den Kebnekaise gestiegen. Aber der Ausblick zu den Gipfeln ist schon sehr beeindruckend und wirklich toll.
Die Wanderung
Wir haben nur eine Tageswanderung zum See Ladtjojaure gemacht. Diese Wanderung ist sehr gut an einem Tag zu schaffen und auch dieser Teil lohnt sich. Der Weg ist sehr gut ausgebaut und auch sehr gut ausgeschildert, so voll ist es in Schweden selten.
Man wandert durch eine sehr schöne Umgebung, man merkt hier sehr deutlich das man schon recht weit nördlich ist. Die Bäume sind kleiner und auch die Fauna ist anders. Mit ein wenig Glück kann man auch Tiere beobachten, hier leben auch Rentiere.
Am Ladtjojaure gibt es sogar eine Infrastruktur. Es gibt ein kleines Cafe / Restaurant, das aber nur temporär geöffnet hat.

Ebenso kann man von hier aus den Weg zum Basislager am Kebnekaise abkürzen, man fährt dann mit dem Boot über den See. Das spart rund 10 Kilometer, kostet aber umgerechnet pro Person um die 50 EUR.

Am Seeufer gibt es auch einige Aussichtsbänke und man sieht dem See auch an, dass er vom Gletscherwasser gespeist wird. Die Farbe des Wassers ist entsprechend.

Abkürzung mit dem Hubschrauber
Neben der Wanderung zum Kebnekaise kann man auch mit dem Hubschrauber zum Basislager fliegen. Der Flug dauert nur ein paar Minuten und auch Hunde sind erlaubt.

Jeder muss sich aber die Frage stellen, ob eine Ersparnis von 19 Kilometern diesen Preis rechtfertigen. Aber es ist bestimmt auch ein einmaliges Erlebnis die tolle Landschaft aus der Luft zu sehen.

In der Umgebung
Neben den offiziellen Wanderwegen zum Kebnekaise gibt es noch andere Straßen und Wege. Hier begegnet man kaum Menschen und man kann sehr gut spazieren gehen.
Dabei haben wir auch eine Anlage entdeckt, in der man wohl im Winter Rentiere separiert. Davon zeugt auch der Rentierschädel, der hier hingelegt wurde.

Auf den Streifzügen in die Natur haben wir viele Hinterlassenschaften von Großwild entdeckt, sowohl von Rentieren als auch von Elchen. Gesehen haben wir die Tiere in Nikkaluokta jedoch nicht.
Der Wohnmobilstellplatz
Die Fjällstation hat auch einen eigenen Wohnmobilstellplatz. Wobei der Name mehr verspricht als man bekommt. Es ist ein Teil des Schotterparkplatz, die einzelnen Plätze sind durch Europaletten gekennzeichnet und man hat einen Stromanschluß.

Eine Frisch- und Grauwasserstation gibt es nicht und es gibt auch keine Möglichkeit die Chemietoilette zu entleeren.

Das Servicehaus ist mehrere hundert Meter entfernt, direkt neben der Fjällstation und so überlegt man sich jeden Gang ganz genau. Immerhin gibt es hier auch eine Sauna, aber wie meistens in Schweden saunieren Männer und Frauen getrennt.

Dafür ist der Preis für das, was man bekommt, recht happig und entspricht in etwa dem Preis für eine gut ausgestatteten Campingplatz.

Der Platz wird nach unserer Beobachtung aber trotzdem gut genutzt, meist warten Menschen hier auf Angehörige,, Freunde, Partner usw. die zum Kebnekaise wandern.
Fazit
Es gibt eine schwedische Suppe mit dem Namen Nikkaluokta. Das hat uns neugierig gemacht und auch die Nähe zum Kebnekaise. Wir übernachten sonst immer in Kiruna und für uns war der längere Aufenthalt von mehreren Tagen in Nikkaluokta aus der Not heraus. Aufgrund des Kirchenumzugs in Kiruna hatten wird nämlich keinen Platz mehr bekommen.
Nikkaluokta hat uns von der Landschaft her sehr gut gefallen, es ist wirklich ein wundervoller Ort. Aber es ist auch sehr teuer und man bekommt nicht wirklich etwas geboten. Aber es ist für uns eine schöne Erinnerung.















































