
In Gärde haben sich Menschen vor über 7.000 Jahren unsterblich gemacht. Sie haben Zeichnungen in die harten Felsen geritzt, u.a. einen Elche in Lebensgröße.
Die Anfahrt
Gärde liegt im Jämtland, nicht weit entfernt von Åre bzw. von Östersund entfernt. Die Landschaft ist sehr grün und voller Wälder, aber auch Felder und Wiesen.

Die Straßen sind aber gut ausgebaut, aber nicht bis zu den Felsritzungen.
Einen gut ausgebauten und erreichbaren Parkplatz gibt es nicht wirklich.

Es gibt zwar einen Parkplatz, aber der ist sehr versteckt und nicht für größere Fahrzeuge geeignet. Wenn man mit dem Wohnmobil unterwegs ist, dann gibt es keinen wirklich geeigenten Parkplatz. Die nächste halbwegs geeignete Parkmöglichkeit ist rd. 4 Kilometer entfernt.
Der Fußweg zu den Felsritzungen lohnt sich auf jeden Fall. Man spaziert entlang von Feldern und über einen typischen schwedischen Schotterweg.

Schließlich kommt man zum offiziellen Parkplatz (keine Ahnung wie man den überhaupt erreichen soll) und hier sind dann die Felsritzungen auch ausgeschildert.
Die Felsritzungen
Zunächst einmal sieht man die ersten Felsritzungen eher durch Zufall. Hier sind man Ritzungen von Hufabdrücken und einen kleinen Elch.

Das sind aber nur die ersten Ritzungen, diese sind aber sehr gut erreichbar.

Aber man muss aufpassen. Die Ritzungen sind quasi mitten im Fluss. Es gibt zwar einen Holzsteg, aber von hier aus sieht man wenig. Man muss also runter auf die Felsen und es versteht sich von selbst, das diese bei Nässe richtig rutschig sein können.
Wir sind auf der Brücke über den Fluß gegangen und haben links und rechts alles in Ruhe angesehen.

Auf der anderen Uferseite gibt es sogar einen Grillplatz mit einer überdachten Picknickbank. Und das am Wasser, idyllischer geht es kaum noch. Wer hier nicht eine Pause macht, dem ist auch nicht mehr zu helfen.

Wo sind den nun aber die großen Elche? Eigentlich sollte man so große Felsritzungen auf Anhieb sehen, zumal sie auch durch rote Farbe gekennzeichnet sind. Ein Hinweisschild gibt es nicht und vom Ufer aus sieht man auch nichts.

Es gibt aber eigentlich nur eine Möglichkeit. Die kleine Insel in der Mitte. Man geht über rutschige Felsen und durch ein kleines „Dickicht“ und da sind sie.

Die riesigen Elche sind über 7.000 Jahre alt. Man muss sich das mal vor Augen führen, diese Elche sind älter als die Pyramiden in Ägypten. Als die Menschen diese Zeichnungen gefertigt haben liefen noch Mammuts auf der nördlichen Halbkugel.

Aber aufgrund der baulichen Gegebenheiten sieht man die Elche liegend aus der Richtung Kopf zu den Beinen, also quasi auf dem Kopf. Warum man die Brücke so gebaut hat und nicht auf der anderen Seite ist uns nicht wirklich klar.

Natürlich kann man um die Felsritzungen auch von der anderen Seite aus sehen, man muss nur um die Ritzungen herum gehen.

Aber das ist bei der Nässe nicht so ganz ungefährlich, man rutscht schnell aus und das kleinste Übel wäre, das man im Fluß landet. Das wäre ja noch lustig, wenn auch ärgerlich. Aber mit Kamera/Handy kann das teuer werden. Und im schlimmsten Fall knallt man auf die Felsen und verletzt sich. Das ist so fern eine Siedlung und erst recht bei der Weitläufigkeit in Schweden richtig gefährlich, man ist ja auch ca. 4 Kilometer vom Parkplatz entfernt.
Bei uns siegte die Vernunft und wir sind kein Risiko eingegangen. Eine Drohne wäre hier das erste Mal richtig sinnvoll gewesen und hier hätte es sich gelohnt.
Fazit
Die Felsritzungen von Gärde müssen sich nicht verstecken. Natürlich sind die Felsritzung an der Westküste, speziell die Weltkulturerbestätte in Tanum, viel bekannter und hier kommen auch viel mehr Touristen hin. Aber auch Felsritzungen in Norrfors bei Umeå und eben auch hier in Gärde sind wirklich einen Besuch wert. In Gärde hat uns besonders gut gefallen das man inmitten der Natur ist. Macht es wie wir, fahrt hier außerhalb der Saison und an einem Wochentag hin, ihr werdet es nicht bereuen.










