
Gryllefjord, ein Fleck auf der Landkarte. Hier leben nur rund 325 Menschen, aber in den Sommermonaten gibt es die Fähre auf die Lofoten.
Die Anfahrt
Alle Wege führen nach Rom, aber nur ein Weg führt nach Gryllefjord. Tatsächlich gibt es nur eine einzige Straße nach Gryllefjord und die ist zum Teil auch noch recht eng.

Trotzdem fahren gerade in den Sommermonaten viele Fahrzeuge hier lang, insb. weil es die Fähre von Gryllefjord nach Andenes auf den Lofoten gibt.
Die Fähre
Kaum zu glauben, aber wegen der Fähre ist in Gryllefjord richtig was los. Deswegen sollte man früh losfahren oder viel Zeit einplanen. Die Fähre fährt mehrmals am Tag, aber der Andrang ist wirklich groß. Und selbst wenn man in der Reihe vorne steht kann es passieren, das man nicht mitgenommen wird. Wenn das Wohnmobil oder das Wohnwagengespann nicht passt, dann muss man halt warten und anstelle kommen halt Pkw an Bord.
Aber es geht gerecht zu und die Abwicklung ist schnell und professionell. Die Fähre legt an, alles runter von Bord, alles rauf und Abfahrt.

Wenn man mit Hund reist dann muss man sich vorher überlegen, ob man die Fähre nutzen möchte. Der Hund bleibt entweder im Auto oder kommt mit in den „Menschenbereich“. Für die Hunde stehen aber nur wenige Bereiche zur Verfügung oder man steht an Deck. Das kann aber sehr schnell sehr kalt und ungemütlich werden. Wenn man den Hund nicht im Auto lassen möchte/kann/will, dann sollte man vielleicht doch den Landweg nehmen.
Man muss auch sehr großes Vertrauen in die Einweiser haben. Es wird wirklich jeder Zentimeter ausgenutzt und bei unserem Wohnmobil mit Alkoven waren es nur wenige Zentimeter bis den Stahlträgern. Wir haben noch nie so Blut und Wasser geschwitzt wie bei der Ausfahrt. Es ist aber alles gut gegangen und wir sind heil in Andenes angekommen.

Die Fähre fährt übrigens nur im Sommer, hier sollte man sich vorher im Internet nach den Zeitfenstern erkundigen.
Die Überfahrt
Die Überfahrt war entspannt. Unser Hund war im Auto und hat geschlafen, wir saßen im Passagierbereich und haben die Aussicht genossen. Es gibt auch eine kleine Cafeteria mit Getränken und Snacks, oder man versorgt sich selber.
Wenn das Wetter mitspielt, dann sollte man bei der Ausfahrt aber an Deck sein, so ein Fjord ist ein tolles Erlebnis und wir können uns nicht satt sehen und diesen Naturschönheiten.
Wenn man an Deck steht, dann sieht man auch wie klein Gryllefjord ist.

Aber auch auf hoher See ist es schön an Deck.

Gryllefjord
Wie gesagt, Gryllefjord ist ein kleines Dorf, aber wegen der Fähre gibt es doch einige Geschäfte.

Tatsächlich gibt es eine Tankstelle mit zwei Zapfsäulen, einmal 95 Bleifrei und einmal Diesel.
Dann gibt es auch noch einen Supermarkt und die findigen Einwohner haben auch einen Imbisswagen, ein Second-Hand-Geschäft mit Cafe und sogar ein Restaurant eröffnet.
Wenn man dann nach Gryllefjord kommt und man ist spät dran, dann steht man auf der Dorfstraße im Stau.
Der Ort selber wirkt zum Teil etwas marode und bei einigen Häuser sieht man den Verfall. Aber auf der anderen Seite wird hier auch renoviert, modernisiert und gebaut.

Jedoch wird der Ort sicherlich nie ein touristisches Highlight, es ist und bleibt ein Fährhafen und die meisten Besucher kommen, stellen sich in die Wartereihe, fahren ab und vergessen den Ort. Leider.
Fazit:
Wir waren rechtzeitig am frühen Morgen in Gryllefjord und hatten noch Zeit bis zur Abfahrt. Da haben wir wenigstens ein wenig den Ort entdeckt. Grylleford ist erst schön auf den zweiten oder dritten Blick, aber der Ort hat Charme und es ist schade das man hier immer nur an die Fähre denkt. Aber wenn es die Fähre nicht gegeben hätte, dann hätten wir Gryllefjord nicht extra besucht.










