Neuruppin – die preußische Fontanestadt

Neuruppin liegt in Brandenburg und ist bekannt als die Geburtsstadt von Theodor Fontane. Doch die Stadt hat noch mehr zu bieten als die Erinnerung an den großen Dichter.

Die Lage

Neuruppin liegt im Norden von Brandenburg, nordwestlich von Berlin und idyllisch am Ruppiner See. Wir sind auf diese Stadt durch ein Schild an der A24 aufmerksam geworden. Diese Tafeln sieht man recht häufig an der Autobahn und wir gucken dann immer im Internet, ob sich hier wieder ein lohnendes Ziel für uns befindet.

Man gelangt also sehr bequem mit dem Auto bzw. dem Wohnmobil von der A24 nach Neuruppin.

Neuruppin – die preußischste aller preußischen Städte

Aber warum ist das so? Nach einem verheerenden Großbrand wurde Neuruppin durch die Preußen unter Friedrich Wilhelm II. neu aufgebaut. Dies ist immer noch sehr gut in der Altstadt erkennbar. Gerade Linie und klar abgegrenzte Wohnblöcke, dazu große und zentrale Plätze. Man kann noch heute diese Linien sehr gut erkennen und so bietet Neuruppin eine einzigartige klassizistische Architektur.

Die Seepromenade

Fangen wir an mit unserem Rundgang durch Neuruppin, den man bequem zu Fuß machen kann. Wir sind zunächst am Seeufer in die Altstadt gegangen, also entlang der Seepromenade.

Seepromenade Neuruppin
Seepromenade Neuruppin

Hier kann man sehr gut verweilen, es gibt viele Bänke und es werden auf Rundfahrten auf dem See angeboten. Am Seeufer steht auch eine sehr große Figur, die den Parzival darstellt.

Parzival Neuruppin
Parzival Neuruppin

Sie symbolisiert einen Aufbruch für die Stadt, nachdem die letzte Garnison geschlossen wurde. Damit endete eine jahrhundertelange militärisch geprägte Zeit.

Das Schinkeldenkmal

Ein weiterer berühmter Sohn der Stadt. Auf dem Kirchplatz steht das Denkmal für den Architekten Karl Friedrich Schinkel, dessen Gebäude heute noch die Mitte von Berlin prägen. Zu seinen bekanntesten Werken zählt die Nikolaikirche in Potsdam, aber auch die neue Wache in Berlin.

Schinkeldenmal Neuruppin
Schinkeldenmal Neuruppin

Das Fontanedenkmal

Natürlich das ein Denkmal für den bekanntesten Sohn der Stadt nicht fehlen. Das Fontanedenkmal zeigt den berühmten Dichter sehr entspannt, als ob er sich nur einen Moment hier hingesetzt hat. Er macht eine kleine Pause und hat natürlich ein Notizbuch in der Hand.

Interessanterweise steht in Ribbeck, dem Ort seines bekanntestens Gedichts, kein Denkmal für den Dichter, nur der Birnbaum ist noch da.

Der Tempelgarten

Nachdem man soviel Kultur in Neuruppin entdeckt und angesehen hat kann man im Tempelgarten sehr gut entspannen. Die Anfänge gehen auf Friedrich dem Großen zurück. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der bisherige Park gekauft und in der Mode der damaligen Zeit im orientalischen Stil umgebaut. Dies erklärt auch die osmanischen Steinfiguren und die Architektur im Park.

Man kann hier sehr entspannen und im Restaurant Tempelgarten entspannen. Das Restauraunt ist ebenfall im orientalischen Stil gehalten und der Wintergarten ist alleine schon einen Besuch wert.

Restaurant Tempelgarten Neuruppin
Restaurant Tempelgarten Neuruppin

Rund um den Tempelgarten und den Wallanlage, die zum Tempelgarten führen, sieht man auch noch Reste der Stadtmauer von Neuruppin.

Rheinsberger Tor

Wenn man früher nach Neuruppin gekommen ist, dann muss man ja auch zwangsläufig durch die Stadtmauer kommen, dafür gab es vier imposante Stadttore. Eines dieser Stadttore war das Rheinsberger Tor. Noch heute kann man die Pracht erkennen, auch wenn der Turm erst Anfang des 20. Jahrhunderts gebaut wurde.

Rheinsberger Tor Neuruppin
Rheinsberger Tor Neuruppin

Ein Stadttor gehört einfach dazu, gute Beispiele sieht man ja auch in München, Dinkelsbühl, Rothenburg ob der Tauber, aber auch in Monschau und vielen anderen Städten.

Das Rheinsberger Tor ist aber nicht nur eine schöne Sehenswürdigkeit, hier liegt auch der Bahnhof von Neuruppin und auch die Touristikinformation ist hier untergebracht. Hier bekommt man eine sehr gute und freundliche Beratung.

Weitere Impressionen von Neuruppin

Hier noch einige Fotos von unserem Besuch in Neuruppin, so bekommt man einen guten Eindruck wie schön die Stadt ist.

Wohnmobilstellplatz

In Neuruppin gibt es auch einen Wohnmobilstellplatz, wo man offiziell übernachten darf. Hierbei handelt es sich aber eigentlich um einen Hotelparkplatz für den man auch im Hotel bezahlen muss/darf. Es gibt weder Strom noch eine Ver- und Entsorgungsstation, man darf aber während der Öffnungszeiten das WC im Hotel nutzen. Reservierungen sind nicht möglich.

Dafür ist die Lage sehr gut, man ist schnell in der Stadt und in der Umgebung gibt es Einkaufsmöglichkeiten und Supermärkte.

Fazit

Neuruppin ist auf jeden Fall eine Reise wert, aber aufgrund der Größe reichte für uns ein Wochenende. Gefallen hat uns die Architektur und die freundlichen Menschen, wir waren auch mit unserem Hund (fast) überall willkommen und haben uns sehr wohl gefühlt. Vielleicht kann sich die Stadt Neuruppin ja ein Beispiel an anderen Städten nehmen und einen echten Wohnmobilstellplatz einrichten. So würden bestimmt noch mehr Menschen die preußischste aller preußischen Städte besuchen.

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