
Tromsø ist die größte Stadt im Norden, bietet viele Möglichkeiten und hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen.
Wir haben eine Reportage über Tromsø im Fernsehen gesehen und wurden neugierig. Da müssen wir mal hin, das müssen wir uns ansehen. Das haben wir dann auch 2021 Ende August/Anfang September gemacht.
Die Anfahrt
Wir sind von Kiruna nach Tromsø gefahren. Die Fahrt an sich war schon ein Highlight. Nördlich von Kiruna liegt der Kebnekaise, der höchste Berg in Schweden. Die Natur ist echt atemberaubend. Hier fahren wir auf jeden Fall noch mal hin, das müssen wir uns in Ruhe ansehen und erkunden.
Die Grenze merkt man nur aufgrund der Schilder und das man die EU verlässt nimmt man auch nicht war. Das ist toll. Wenn man mit Hund unterwegs ist muss man aber die Einreisebestimmungen nach Norwegen beachten. Jeder Hund braucht eine aktuelle Behandlung gegen Bandwürmer, dies muss dokumentiert sein. Die Tierärzte in Kiruna kennen das aber.
Auf dem Weg sieht man auch, das hier die meiste Zeit im Jahr Winter ist und das man sich hier vorbereiten sollte.

Tromsø ist eine echt tolle Stadt. Unsere erwachsene Tochter hat uns begleitet und hat Tromsø sehr treffend beschrieben. Sie sagt das man der Stadt ansieht das es eine „Eisstadt“ ist. Also das Gegenteil der „Sonnenstädte“ im Süden.
Das macht aber den Charme von Tromsø aus. Man merkt die Nähe zur rauen See und die Häuser sind eher gedrungen und stabil. Die Stadt trotzt den Elementen.
Tromsø hat wirklich viel zu bieten. Es gibt eine tolle Innenstadt mit vielen Geschäften, eine Universität, einen Hausberg und die berühmte Eismeerkathedrale.

Tromsø entdecken
Nach unserer Ankunft sind wir vom Campingplatz in die Innenstadt gelaufen. Man macht wirklich einen tollen Spaziergang (ungefähr 3 Kilometer) und geht auch über die berühmte Tromsøbrücke. Von hier aus hat man einen tollen Ausblick über die Stadt.

Aber man sollte schwindelfrei sein, die Brücke ist wirklich hoch und man kann durch einen Spalt auf das Wasser gucken.

In Tromsø selber gibt es eine Menge toller Gebäude aus Holz die auch am Abend schön angeleuchtet werden.
Niedliche Geschäfte
Leere Innenstadt
Kathedrale von Tromsø
Tromsø Camping
Der Platz ist sehr zentral gelegen. Man kommt sehr gut in die Stadt ohne ein Auto, man kann aber auch sehr schnell in einer wirklich schönen Natur spazieren und wandern gehen.
Wir waren erstaunt wie voll der Platz war. Es war ja außerhalb der Saison und alle anderen Plätze waren kaum belegt. Aber hier war es wirklich voll. Tromsø zieht anscheinend die Menschen an. Vielleicht kennen aber die anderen Camper Tromsø Camping auch aus dem TV.
Die Stellplätze sind alle asphaltiert und mit Kunstrasen ausgelegt. Das ist praktisch, aber nicht sehr naturnah.
Die sanitären Einrichtungen sind sehr gut und groß (Familienduschen) und es gibt auch eine sehr große Gemeinschaftsküche wo man prima kochen kann.
Das Personal war auch sehr hilfsbereit und freundlich und auch in der Nebensaison war alles auf dem Platz nutzbar. Sehr vorbildlich.
Update 2025
Die Stadt Tromsø hat uns nicht losgelassen, wir haben das Gefühl das wir die Stadt noch nicht in Gänze entdeckt haben. Deswegen sind wir 2025 ein zweites Mal nach Tromsø gefahren. Dieses Mal sind wir aus Richtung Norden gekommen und haben auf der Fahrt nach Tromsø für uns neue, wunderschöne norwegische Landschaften entdeckt.
Der Weg von Storslett nach Tromsø kann komplett über die Landstraße erfolgen, oder man nimmt die Fähren. Das ist viel schöner und entspannter. Wenn dann auch noch das Wetter so gut ist, dann kann man diese Tour sogar traumhaft nennen. Die erste Fähre geht von Olderdalen nach Lyngseidet.
Weiter ging es Svendsby um von da aus mit der nächsten Fähre nach Breidvik zu fahren.
Dann sind wir in Tromsø angekommen, haben das Auto abgestellt und sind zu Fuß nach Tromsø gegangen. Eigentlich wollten wir auch auf den Storsteinen fahren und die Aussicht über Tromsø genießen. Aber leider wurde die Bergstation gerade aufwändig umgebaut, nach Aussage von Mitcampern ist es auf dem Berg eine riesige Baustelle. Das war uns dann zu teuer, denn die Fahrt mit der Seilbahn ist sehr teuer und das wollten wir nicht für die Besichtigung einer Baustelle ausgeben. Nun müssen wir also ein drittes Mal nach Tromsø, was wir aber auch nicht wirklich als Belastung empfinden, ganz im Gegenteil.
Leider haben wir in Tromsø dieses Mal auch Spuren des dunkelsten Kapitels der deutschen Geschichte entdeckt. Ganz in der Nähe vom Campingplatz, quasi auf dem Gelände einer heutigen Schule, stand ein Kriegsgefangenenlager. Ein sehr versteckt stehendes Mahnmal erinnert daran.

































